Der Preis und die Skulptur

Beim Jurypreis ermittel die Preisträger eine unabhängige interdisziplinäre Jury, welche Wissenschafts- und Partei übergreifend ausgerichtet ist.
Beim Publikumspreis (früher online-Voting) entscheidet zusätzlich die Öffentlichkeit.

 

Die Skulptur des MIND AWARD zeigt einen Sockel, aus dem über die Hüfte heraus ein Mann und eine Frau sich nach oben strecken. Hinter den beiden entwickelt sich aus demselben Grund eine dynamische Spirale, welche sich nach oben windet und am Ende zwei angedeutete Flügel hat.

Das Fundament bildet die Basis für die Evolution, die Personen stehen für das Streben des Menschen nach Entwicklung und Erkenntnis, die Spirale selbst symbolisiert das aufsteigende Bewusstsein, welches von Bildung beflügelt wird. Ebenso sind Vergleiche zu alten archetypischen Symbolen angebracht, wie eine Schlange, Kundalini-Energie oder Wind und Geisteskräfte.

MIND AWARD Skulptur

„Kunst kommt von Künden und Können.“ – Ein echtes Kunstwerk erklärt sich von selbst.

Deshalb zum Schluß einige Fakten zu Material und Format: Die rund 2,5 Kilogramm schwere Figur aus Zinnbronze wurde im aufwändigen Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Damit ist jede Skulptur ein Unikat. Daher hat auch der Preis eine varriable Gesamthöhe von 35 bis 42 cm, der Durchmesser des Sockels beträgt 12 cm.

Initiator des MIND AWARD Achim Kunst

Bei Übergabe sagte Achim Kunst über die Skulptur: “Bis zur Hüfte werden wir von der Erde getragen, und ab der Hüfte vom Bewusstsein gehalten. Sind wir bewusstlos, fallen wir um; bilden wir uns weiter, entwickelt sich das Bewusstsein wie eine Spirale und wird beflügelt. Wir brauchen also nur bewusst zu sein, kollektiv und individuell. Denn körperlich beginnt am Steißbein die Wirbel-Säule. Damit ist Bewusstsein existenziell.”

 


Worum es geht, beschreibt wohl am besten das legendäre Gedicht des deutschen Dichters Hermann Hesse.

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!